Ein Berner namens…

November 29, 2008 at 7:12 (Blogroll, life, the universe and everything)

Wo ich doch nu als Deutscher in der Schweiz wohn, will ich den Genuss dieser Kultur mit meinen Landsmannen (jaja, und -männinen) teilen. Zu diesem Zwecke werde ich immer mal wieder ein Stück schweizer Kultur posten – wie bereits gerade geschehen mit dem Text von Manni Matter. Jetzt kommt Ueli der Schreiber zu Wort; ein Schweizer, der seine Miteidgenossen aufs genaueste beobachtet hat, bevor er sie in einer Weise beschrieb, die in Wortwahl und Ausdruck unvergleichlich ist.

Was ich vorwegschicken möchte: keineswegs sei das verstanden als ein sich-lustig-machen über die Schweizer. Das tun sie selber auf hohem Niveau; keinem Deutschen steht das zu. Die Schweizer mögen eine Ausdrucksweise haben, die in deutschen Ohren erstmal niedlich klingt – das liegt aber mindestens genauso an der deutschen Bereitschaft, Angehörige anderer Kulturen von oben her als evolutinär rückständige Eingeborene zu betrachten wie daran, dass dem Schweizer die Verniedlichung tatsächlich ein Ausdrucksmittel ist – das aber extrem selten der Verniedlichung dient. Ich liebe diese Kultur und schätze sie sehr – deshalb soll sie hier zu Wort kommen. Ueli, du hast das Wort.

 

Ein Berner namens Hungerbühler 

geriet vor einen Autokühler; 

und da das Auto stark in Fahrt war 

und die Berührung nicht sehr zart war, 

verlor er seinen festen Stand 

und flog fünf Meter weit ins Land. 

   

Er wischte sich den Staub vom Kragen 

Und trat zum demolierten Wagen 

Und sprach zum Helden des Volants: 

„Dy Fahrwys gfallt mer nid so ganz.“  

 

2 Kommentare

  1. Sandra sagte,

    Super geil :-D
    :-D

  2. Martin sagte,

    Cool, bitte mehr davon :-)

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